Es geschehen noch Zeichen und Wunder
von steffi
Nach 52 Ausgaben in 19 Jahren steht nun ein Karton mit frisch gedruckten Exemplaren der neu gestalteten Literaturzeitschrift »Zeichen&Wunder« vor unserer Tür! Grundlegend in ihrer Aufmachung verändert, gesellt sich zu der anerkannten inhaltlichen Qualität nun auch eine gestalterische.
Da steht er, der Karton mit der neu gestalteten Ausgabe und dem Schwerpunktthema »Rätsel und Geheimnisse«.
Für die Gestaltung zeichnet sich ein Club der Freiwilligen und Teil des Firma-Design-Teams verantwortlich: Marco Fischer (ebenfalls Teil der Redaktion), Isabel Schäfer und Stephanie Sußbauer.
Ein neues Logo als Wortmarke, ein handliches Format, eine einprägsame Bildsprache der Titel- und Umschlaggestaltung, ein zeitgemäßes Schriftbild, ein für die Lesbarkeit vorteilhafter Textsatz sowie ein flexibles Grundraster für unterschiedliche Textarten und Abbildungen bilden die Basis des Redesigns. Damit erhält die Zeitschrift ein klares, wiedererkennbares Profil, um sich im Dschungel des deutschen Zeitschriftenmarktes durchsetzen zu können (derzeit umfasst der Markt mehr als 6.000 Titel, Verband deutscher Zeitschriftenverleger, IV 2007).
Im Mittelpunkt der Gestaltung steht die Typographie und der Font Fedra. Sie ist die Basis für alle weiteren gestalterischen Maßnahmen, auch Format und Raster richten nach ihr. Die Fedra bietet als moderne, sehr gut ausgebaute, sehr gut lesbare, sympathische Schrift mit Charakter viel Gestaltungsspielraum und Abgrenzungspotenzial. Das Zusammenspiel aus Sans und Serif innerhalb einer Familie macht den Gesamteindruck sehr harmonisch und unaufgeregt, bietet zugleich aber genug Spannung für die Gestaltung der Innenseiten. Den einzelnen Kategorien der Zeitschrift (Essay, Prosa, Lyrik ect.) wurden einzelne Styles zugewiesen, die die Charaktereigenschaften der Texte aufgreifen und visualisieren.
In welchem Verhältnis steht die Dame in Pink wohl zum Geigenspieler, auf den sie sich stützt – und welche Rolle spielen Cäsar und Buddha im Hintergrund? Rätsel und Geheimnisse.
Auch das Logo der Zeitschrift ist – rein typographisch, mit dem Einsatz eines »et«-Zeichens statt einem ausgeschriebenen »und« – in der Fedra umgesetzt. In einer größeren Darstellung des Logos entfaltet die Schrift ihre ganze Persönlichkeit, das schöne »et«- Zeichen ist nur eine der vielen Feinheiten, die der Glyphenfundus der Fedra zu bieten hat.
Mit 151,8 x 239,2 mm fiel die Entscheidung auf ein handliches Format, welches sich gut eignet zum Mitnehmen und Schmökern. Die Proportion der Zeitschrift ist eher schmal und hoch gehalten, dadurch wirkt die Zeitschrift elegant und der Literaur angemessen.
Das Raster bietet feste Spielregeln, gleichzeitig aber genug Freiraum für die konsequente aber abwechslungsreiche Gestaltung der Zeitschrift. Alle Rasterelemente richten sich nach der Einheit 4,6 mm (13,039 Punkt) – dies ist der Zeilenabstand für den Fließtext, der mit 7,8 Pt verhältnismäßig klein gesetzt ist, aber durch den Duktus der Schrift sehr zum Lesen einlädt. Der Seitenspiegel ist für den Großteil der Layouts nach außen versetzt, um eine optimale Lesbarkeit der Texte beim Aufschlagen der Zeitschrift zu erreichen, kann aber auch flexibel variiert werden.
Skelette und Präparate in Aufruhr, mitten drin das farblich abgedeckte Wildschwein ... was bleibt, ist der Wandel.
Auf dem Titel der Zeitschrift bzw. auf Plakaten findet sich immer eine Kombination aus einer Art »Suchbild« (also einem Bild, auf dem sehr viele Elemente platziert sind) und einer farbigen Fläche, die einen Teil des Bildes abdeckt, grafisch verfremdet und somit hervorhebt. Der Inhalt des Bildes bezieht sich jeweils auf das Thema des Ausgabe – Beispiel Plakat für die letzte Ausgabe »Zeitlosigkeit & Wandel«: abgebildet wurde ein buntes Sammelsurium aus präparierten Tieren und Tierskeletten, die mit ihrer Art aus den unterschiedlichsten Epochen (vom Dinosaurier zum Wildschwein) auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und Sterblichkeit der Natur hinweisen und sich in einem »stillen«, »bewegunglosen« Hin-und Her befinden, welches der Betrachter mit einem Aufbruch zur Arche Noah assoziieren könnte. Farbstimmung und Farben der Fläche variieren ja nach Ausgabe.
Die visuelle Aufwertung der Zeitschrift gründet nicht auf rein visuellen Formalien oder der Überlebensfähigkeit einer Publikation – sie hat letztlich das Ziel, die Lesefreude zu unterstützen, noxh mehr Menschen für Literatur zu begeistern und die Vorfreude auf kommende Ausgaben zu schüren.
Einige Beispiel-Seiten aus der aktuellen Ausgabe
In diesem Sinne: Wir freuen uns auf weitere Zeichen und Wunder.
P.S I. :
Wir möchten die Tradition erhalten und suchen nach Illustratoren, die Lust haben, künftige Ausgaben mit ihrem Können zu bereichern. Möglich wäre es hier, einzelne Texte oder auch das Schwepunktthema zu illustrieren.
Bei Interesse / Fragen könnt ihr uns gerne kontaktieren oder euch an die Redaktion wenden.
P.S. II :
Die Zeitschrift kann jederzeit in unseren Firma-Räumen begutachtet werden und bestellt werden unter:
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