Ecke ist nicht gleich Ecke
von steffi
Spätestens seit Joseph Beuys ist die Ecke nicht mehr nur eine Ecke. Sie ist im Zweifelsfall Kunst, so sie denn auf die eine oder andere Weise künstlerisch transformiert wurde.
Im Fall von Ulrike Flaig reden wir hier von einer »emotionalisierten Ecke«. Konkret heißt das, die Künstlerin besucht ihre Kunden in der heimischen Wohnung, dort wird die geeignete Ecke sowie die gewünschte Wirkung ermittelt, und anschließend wird das Kunstwerk auch gleich produziert.
Der Preis: Reise- und Materialkosten sowie ein 4-Gänge-Menü, gekocht vom Kunden. Gespeist wird gemeinsam mit der Künstlerin. Mitglieder des Neuen Aachener Kunstvereins sind mit drei statt vier Gängen dabei.
Irgendwie schräg, aber irgendwie auch eine nette Idee. Vor allem das gemeinsame Tun und Genießen zu fairen Konditionen in Zeiten des Kunstbooms macht die Idee sehr sympathisch.
Nur ein bißchen emotionaler könnten die Ecken vielleicht sein. Beim Titel »emotionalisierte Ecke« dache ich spontan an weinende oder lachende Ecken, nicht unbedingt an Farbkleckse. Die Idee wäre also durchaus noch erweiterbar!
Auf zu neuen Ecken.
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